Tief im Wald Scathias lebte seit dem
Anbeginn der Zeit der "Geist des Waldes".
"Vielblat" war so alt, dass er bereits die ältesten Bäume als
Sprösslinge kannte, und auch bereits deren Vorvorväter.
Er achtete darauf, dass niemand dem Wald Schaden zufügte, und
tolerierte alle Wesen, solange sie in Einklang mit der Natur
lebten und nur soviel aus dem Wald nahmen, wie sie zum Leben
benötigten.
Nun trieben seit einiger Zeit Redcaps im Wald ihr Unwesen.
Diese kleinen bösen Feen, waren hinterlistige Kreaturen, die
hierher gekommen waren um zu jagen und ihre roten Kappen im Blut ihrer
erschlagenen Opfer zu tränken.
Ab und zu erwischte Vielblatt eine der Redcaps und erschlug sie ohne
Erbarmen.
Der Sommer schritt voran, und Vielblatt machte sich Sorgen, denn sein
Freund der alte „Eisenstamm“ blieb dem Wald Scathias fern.
Eisenstamm war sogar noch älter als Vielblatt, und auch wenn er
ein Waldgeist war kümmerte sich nicht um einen Wald alleine
sondern war "Waldgeist der Schmetterlinge".
Im Wald gab es einige Nachtfalter, genannt „Königin und
König“ der Nacht, welche sich nur vermehrten wenn eine „Rose in
der Nacht“ zu leuchten begann.
Eisenstamm war der Einzige, der die Blume zum Leuchten bringen konnte,
indem er mit seiner Hand die Blume berührte
Nun begannen bereits die Blumen zu verwelken und Eisentamm war immer
noch nicht eingetroffen.
Vielblatt hoffte Hilfe bei den Menschen zu finden, die zum
Erntefest in die Ortschaft „Innes Cairn“ gekommen waren,
„Innes Cairn“ war direkt an der Küste gelegen ein kleiner
Handelsposten des Clanes der McInnes.
Einige Reisenden hörten den Worten Vielblattes zu und insbesondere
der Abenteurer Angus McKyle zeigte sich bereit Vielblatt zu helfen.
Es stellte sich heraus, dass Eisenstamm gestorben, und ein Teil seines
Holzes zu einem Anhänger verarbeitet worden war.
Das Holz enthielt magische Kräfte, so dass Metall an ihm haftete
und auch eine Kompassnadel abgelenkt wurde.
Angus erkannte, dass es sich bei dem Anhänger um einen Teil des
Holzes von Eisenstamm handelte und zusammen mit Vielblatt gingen sie
zum Hügel der Blumen.
Angus berührte die Blumen mit dem Amulett und eine von ihnen
leuchtete Rot auf.
Einige Augenblicke später flogen die schwarzen Nachtfalter heran
und tanzten um die Blume.
Der Fortbestand der Art würde nun gesichert sein.
Angus übergab dem Geist des Waldes das Amulett, denn nun
würde sich Vielblatt auch um die Schmetterlinge kümmern
müssen
Vielblatt bedankte sich bei den Abenteurern und war froh, dass es
noch andere Wesen gab, denen der Wald etwas bedeutete.