Kreaturen

In der Fantasy Welt gibt es sehr viele verschiedene Rassen und Wesen, und immer wieder begegne ich den verschiedensten Kreaturen.
Eine bunte Kreaturen Welt bereichert das Rollenspiel, aber jeder Spieler sollte sich bei der Erschaffung seines Charakters Gedanken machen, ob dieser Charakter überhaupt spielbar  bzw.- logisch erklärbar ist.

Halbelfen-Ork Mischlinge, oder Halbelfen-Drachenwesen, Halbdämon-Mensch, Halbelfen-Drow u.s.w. mögen sich zwar ziemlich interessant anhören, aber sind meiner Meinung nach nicht geeignet auf einem Con gespielt zu werden.
Bei der Charaktererschaffung sollte nicht darauf geachtet werden, wie gut ein Charakter in seinem Bereich (bzw. Beruf) ist, sondern alles sollte einen logischen Hintergrund haben.
So kann ich mir z.B. keinen Krieger vorstellen, der außerdem ein Erzmagier ist.
Diese beiden Bereiche schließen sich gegenseitig aus.
Die Darstellung eines Charakters (als Mensch) ist schon schwer genug, und eine gute Darstellung eines Zwerges bzw. eines „richtigen“ Elf habe ich noch nicht gesehen.
Mein Zwerg „Eurim Berghammer“ war auch weit davon entfernt ein „richtig gut gespielter“ Zwerg zu sein.
Genauso verhält es sich mit dem Äußeren, denn ich kann mir beim besten Willen keinen Elf vorstellen, der 100 kg wiegt, genau so wenig wie einen Zwerg mit 1,90 m Körpergröße.
Manche werden jetzt sicher sagen das wir in einer Fantasy Welt spielen, und das dort alles möglich sein sollte.
Aber meiner Meinung nach gibt es eben diese Einschränkungen.
Als Anfänger sollte man erstmal einen Menschen spielen, und kann später noch eine andere Rasse darstellen, wenn genügend Erfahrung gesammelt wurde.
Wenn ihr dagegen meint eine „richtig gute Idee“ zu haben, dann sollt ihr euch auch von irgendwelchen Kommentaren anderer Spieler nicht davon abhalten lassen dies dann auch zu spielen.
Nur jeder sollte sich vor der Erschaffung so einer Kreatur genügend Gedanken gemacht haben.
Drow fallen für mich in die Rubrik „Als Spieler nicht spielbare Charaktere", denn
1. Es gibt nur einen guten Drow der immer noch Drizzt Do'Urden heißt.
Er sollte nicht als Beispiel genommen werden, denn dann gäbe es in der Fantasy Welt hunderte von „guten Drow“
2. Ein Drow ist ein Wesen, das sich nur sehr selten an der Oberfläche befindet.
3. Wenn ein Drow an der Oberfläche ist, hat derjenige der ihm begegnet meistens „keine Möglichkeit“ mehr davon zu berichten.
4. Wenn ein Spieler einen Drow nach Punkt 3. Spielen würde, würde er sehr verantwortungslos handeln, denn als Spieler hat jeder eine Verpflichtung seinen Mitspielern gegenüber.
Handelt er aber nicht wie ein Drow (d.h. er tötet einen Menschen nicht) dann verhält es sich nicht wie ein Drow
Damit wollte ich zeigen das jeder Spieler genau nachdenken sollte, wie sein Charakter sich verhalten muß um glaubhaft dargestellt zu werden.
Um aber nicht den anderen das Spiel zu zerstören sind manche Rassen ungeeignet.

Oft Gerät ein Spieler in gefährliche Situationen, und das Risiko dabei zu Tode zu kommen ist sehr groß.
In vielen Situationen ist der Charaktertod unlogisch, z.B. wenn er durch einen Powergamer bzw. Playerkiller verursacht wird, gegen den ein „Regelkonform“ gespielter Charakter sowieso keine Chance hat.
Durch die Opferregel wird verhindert, das ein Spieler „alles“ mit anderen Spielern machen kann, und somit seine Machtfantasien ausleben kann.
Ralf Hüls hat hierzu einige gute Texte verfaßt: Charaktertod im Rollenspiel

Seht euch mal das folgende Bild an (Michael Whelan, BuchCover aus der Drachenbeinthron Saga)
Für mich stellt es die Andersartigkeit anderer Wesen dar, die sich nicht nur im Aussehen sondern auch in der Umgebung wieder spiegelt.