Schon früh stand für meinen Vater
fest, dass ich später in seine Fußstapfen treten würde und
ebenfalls Kaufmann werde.
Mit 14 Jahren wurde von meinem Vater in die
Lehre genommen.
Häufig nahm mich mein Vater zu Verhandlungen mit, denn ich konnte schnell
alle Waren und Zahlen zusammenrechnen.
Mit 18 Jahren schickte mich mein Vater zum ersten Mal alleine mit einer kleinen
Karawane in die nächstgrößere Stadt.
Mit zahlreichen Waren machte ich mich wieder auf den Rückweg, nachdem
die Geschäfte hervorragend verlaufen waren.
Es war ein weiter Weg durch ein Gebirge, so dass ich des Nachts in einem
kleinen Tal lagern mußte.
Als ich so am Lagerfeuer saß, hörte ich plötzlich eine freundliche
Stimme, die meinen Namen rief. „Monoceros............Monoceros......!“
Ich spürte keine Angst, sondern war nur neugierig zu erfahren woher
diese Stimme kam.
Ich lief in den dunklen Wald, bis ich nach einiger Zeit auf einer Lichtung
ein strahlendes Licht sah.
Vor mir stand die Göttin der Natur in Gestalt eines Einhorns.
Voller Ehrfurcht sank ich auf die Knie, denn mir war bewußt das ich
einer der wenigen Menschen sein durfte der Unicornis in seinem Leben sehen
durfte.
Dann hörte ich wieder die freundliche Stimme, aber diesmal hörte
ich sie nicht mit meinen Ohren sondern die Worte formten sich direkt in meinem
Geist...“Monoceros....die Menschen haben ihren Weg verloren.....nur wenige
folgen noch dem Pfad der acht Tugenden, die diese Welt von der des Chaos
trennt......!
Meine Kraft schwindet mehr denn je auf dieser Welt, und aus diesem Grund
ist es mir nur möglich alle Hundert Jahre einen Streiter des Lichtes
zu erwählen, der sich den Acht Prüfungen der Tugenden stellt, die
da wären: Ehrlichkeit, Tapferkeit, Mitleid, Gerechtigkeit, Aufopferung,
Ehre, Geistlichkeit und Demut!"
Ich sah die Göttin Unicornis nur voller Verwunderung an und sagte,"Habe
ich den überhaupt eine Wahl?"
"Ja, du kannst dein Leben so weiterführen wie bisher, oder aber den
schweren Pfad der Tugenden beschreiten!"
Auf einmal spürte ich das dies schon immer meine Bestimmung gewesen
ist, und so fiel mir meine Wahl nicht schwer.
" Ein weiter Weg liegt noch vor Dir Monoceros............bleibe stets den
Tugenden treu und Du wirst eines Tages alle Tugenden vereinen, auf das Du
der Avatar Unicornis sein mögest, der dabei hilft diese Welt zu einem
besseren Ort zu machen....."
Auf einmal sah ich einen eine glänzende Rüstung vor mir liegen
und von fern hörte ich noch Unicornis Stimme.
"Diese Gaben werden dir auf dem Weg helfen.......Lebe Wohl Monoceros......"
Lange noch kniete ich noch auf der Lichtung und dachte über das soeben
geschehene nach.
Dann legte ich die Rüstung an, die aus einem blau leuchtendem Kettenhemd,
Kettenhaube und einem blauen Wappenrock bestand.
Schön verzierte Arm und Beinschienen vervollständigten die Rüstung.
Ganz zuunterst fand ich noch einen großen Dolch der Acht Vertiefungen
an der Parierstange aufwies.
Nachdem ich die Gaben Unicornis angelegt hatte, spürte ich die Einzigartigkeit
dieser Dinge. Als meine Hand das Heft des Dolches umschloß, wurde mir
klar, dass dies der Dolch der Tugenden war, dessen leere Vertiefungen für
jede der auf der Welt so benötigten Tugenden standen.
Ich fragte mich ob es noch Hoffnung für diese Welt gab, aber dann faste
ich den Mut die Hoffnung zu suchen und begab mich auf den Pfad der Acht Tugenden....