Salot Ecil'am



"Mein Name ist Salot.
Ich wurde als Sohn von Bauern in einem kleinen Dorf im Lande Aklon geboren.
Meine Kindheit verlief ziemlich ereignislos.
Es gab keine Monster, keine Überfälle, und die Ernten waren meistens gut.
Alles in allem war es ein recht beschauliches Leben.
Als ich alt genug war schickte mich mein Vater in die nächste Stadt, damit ich dort ein als Schmied ein ordentliches Handwerk erlernen sollte.
Es war ein weiter Weg durch ein Gebirge, so daß ich des Nachts in einem kleinen Tal lagern mußte.
Als ich so am Lagerfeuer saß, hörte ich plötzlich eine Stimme, die meinen Namen rief.
„Salot.....Salot....!“
Voller Angst griff ich nach meinem Dolch und suchte nach demjenigen der mich gerufen hatte.
Ich verfolgte die Stimme bis ich an eine Felswand stieß!
Die Stimme schien aus dem Stein zu kommen, und ich tastete den Fels ab.
Plötzlich drückte ich auf einen Stein und eine versteckte Tür öffnete sich im Fels.
Ein modriger verwester Gestank drang mir durch die nun geöffnete Tür entgegen.
Immer noch hörte ich die Stimme, und trotz meiner Angst folgte ich ihr in die Dunkelheit.
In völliger Finsternis tastete ich mich durch einen dunklen Gang, bis ich schließlich in eine große Kammer trat.
Grün leuchtende Schimmelpilze bedeckten die Wände, und die Kammer wurde durch sie soweit erleuchtet das ich einen großen steinernen Sarkophag in der Mitte des Raumes stehen sah.
Die Stimme war nun sehr laut aus dem Inneren des steinernen Grabes zu hören
Trotz meiner fürchterlichen Angst trieb mich irgend eine Macht dazu näherzutreten und den Sarkophag zu öffnen.
In seinem inneren lag das Skelett eines Mannes mit glänzender Rüstung.
Auf seiner Brust lag ein edles Langschwert mit verzierten Runen auf der Klinge.
„Salot.... Salot..... „hörte ich wieder einmal diese unheimlich Stimme.
Ich griff nach dem Schwert und löste es aus der eisernen Umklammerung des Toten...
Als ich das Schwert in der Hand hielt fühlte ich mich mächtig und stark....
Dann hörte ich wieder die Stimme, aber diesmal hörte ich sie nicht mit meinen Ohren sondern die Worte formten sich direkt in meinem Geist...“Salot.... Schwert und Rüstung sind eins.... zusammen werden wir die Welt zu einem Ort des Chaos des Todes und der Zerstörung machen...... und Salot wird Macht über die Menschen haben....Bringe den einen wahren Glauben in die Welt,denn alle die nicht an mich glauben müßen vernichtet werden.“
Diese Worte klangen wie süße Musik in meinen Ohren und ich legte daraufhin auch die Rüstung an.
Das Gefühl der Macht verstärkte sich daraufhin noch mehr und wieder sprach die Stimme,“Salot..... geh nun und bringe das Leid über die Welt.... und wisse das nun Malagash
dein Herr ist, denn du trägst nun HAß und ZORN.... Das Schwert und die Rüstung die ich vor Urzeiten geschmiedet habe....und Dein Name soll Salot Ecil’am sein....was soviel bedeutet wie Salot der Boshafte....!“
Mit einem Gefühl der Macht in mir verließ ich das Grab und setzte meinen Weg fort.
Auf der Straße begegnete ich bald daraufhin einem einsamen Bauern.
In meinem Kopf hörte ich wieder Malagash Stimme und sie sprach,“Salot... Salot... erschlage ihn...“
Und ich tat was mir befohlen wurde.....
Nach dieser schrecklichen Tat sah ich den armen Bauern in seinem Blut liegen und eine schreckliche Schuld lastete plötzlich auf meinen Schultern.
Voller Trauer über meine Tat fiel ich auf die Knie und plötzlich hörte ich eine andere Stimme die sanft zu mir sprach,“Salot.... Du trägst Haß und Zorn.......aber ich spüre das es noch Hoffnung gibt........folge Deinem Herzen und nutze die dir gegebenen Gaben zum Wohle der Menschheit......“
In diesem Worten lag sehr viel Güte und ich spürte das Ultor zu mir sprach, obwohl er mir seinen Name verschwiegen hatte.
Lange dachte ich über die Worte der beiden Götter nach und meine Gefühle waren sehr in Aufruhr weil ich nicht wuste wie ich handeln sollte.
Noch lange Zeit saß ich am Wegesrand und trauerte um den Bauern, bis ich schließlich meinen Weg fortsetzen konnte....
Plötzlich stand ich vor einer Abtei des „Orden der gnadenvollen Vergebung“.
Ich wurde eingelassen und beichtet meine schrechliche Tat.
Die Priester waren sich nicht sicher was mit mir nun geschehen sollte und so wurde ein Orakel befragt.
„Die Zukunft ist Ungewiss.... Haß und Zorn beherschen das Tun vieler Lebewesen... Nur wer die Dunkelheit kennt kann zum Licht finden....Suche das Licht...“
Nun erkannte ich den Sinn der Worte Ultors und des Orakels, denn Ultor hatte mich zu seinem Streiter der Gerechtigkeit erwählt, obwohl ich von Malagash in Versuchung geführt worden war.
Ich sprach mit einem Ultorianer Priester, und er erzählte von dem „Orden des gerechten Zorns“, und er gab mir den Rat die Abtei des Schwertes der Läuterung aufzusuchen.
Immer noch voller Schuld setzte ich meinen Weg zu der Abtei fort.
Von den Priestern wurde ich als Novize aufgenommen und verbrachte einige Jahre mit dem Studium des Glaubens.
Und nun als Priester versuche ich Gerechtigkeit in die Welt zu bringen, und man kann mich immer dort finden wo die Not am größten ist.
Aber in manchen Nächten spüre ich die Anwesenheit Malagashs.......Und mein Glauben ist dann nicht so fest wie er sein sollte....

Das folgende erlebte Salot Ecil'am auf seinem weiteren Weg:
Nachdem er einige Zeit durch die Welt gereist war, kam er zu einer kleinen Ortschaft.
Wie sich herausstellte gab es hier einen Eingang zum Unterreich.
Eine mutige (und dumme) Abenteurer Gruppe, kam auf die Idee die Höhle zu erforschen.
Da Salot sich der Gefahren bewußt war, die in einer Höhle lauern konnten, ging er als erster voraus.
In der Dunkelheit entdeckte ein Fallensteller zahlreiche Fallen, die mit seiner Hilfe entschärft werden konnten.
Nun stand fest, das die Abenteurer nicht alleine waren, und um die anderen „Bewohner“ konnte es sich nur um Drow handeln.
Vorsichtig ging die Gruppe weiter, bis sie an eine Stelle kam, an der Gang endete.
Nur ein Loch, das gerade so groß war um auf den Knien hindurch zu kriegen führte weiter.
Dahinter lag nur Finsternis.
Salot nahm eine Fackel und kroch durch die Öffnung.
Er hörte eine Stimme in einer merkwürdigen Sprache einen Zauber sprechen, und trotz der Fackel umfing ihn auf einmal wieder die Finsternis.
Ein Drow hatte einen Dunkelheitszauber über Salot gelegt.
Salot verlor die Fackel und kroch schnell durch das Loch zurück.
Er nahm eine neue Fackel und zog sein Schwert um sie den Drow im Kampf zu stellen.
Im Inneren dachte er daran, das er seine Weggefährten schützen müsse, auch wenn es ihn sein Leben kosten würde.
Salot kroch wieder durch das Loch und stand dann auf.
Er ging einige Schritte nach vorne und ging somit aus dem Dunkelheitszauber hinaus.
Nun sah er etwa 40 Drow, die bereits auf die dummen Abenteurer warteten.
Ihre Bewaffnung war als sehr gut zu bezeichnen, denn unter anderem hatten sie eine große Baliste aufgebaut.
Salot war nun klar, das es für ihn kein Entkommen mehr geben würde.
Die Baliste wurde abgefeuert, und der schwere Bolzen durchdrang Salot’s Rüstung an Brust und Rücken.
Zu Tode getroffen fiel Salot zu Boden...

Obwohl Salot Ecil’am hier starb, ist die Geschichte noch nicht zu Ende, denn das Böse ruht niemals.
Mirodan sollte der Nächste sein, der diese Rüstung finden sollte...